Sauerlach bewirbt sich für einen Gymnasialstandort

Bereits im Juli hat die CSU-Fraktion den Antrag gestellt, dass Sauerlach sich als Standort für ein weiteres Gymnasium im Münchener Süden bewerben soll, sofern die Bewerbung für einen FOS/BOS- bzw. Realschulstandort nicht zum Erfolg führt. Zwischenzeitlich hat der Kreistag einstimmig beschlossen, eine FOS/BOS und später auch eine Realschule in Oberhaching zu realisieren.

Der Sauerlacher Gemeinderat beschloss nun in der Sitzung am 17.10.2017 mit 14:6 Stimmen die Bewerbung für einen Gymnasialstandort. Dafür stimmten die CSU-Fraktion (einstimmig) sowie die SPD-Fraktion (einstimmig) sowie einzelne Gemeinderäte der UBV. Dagegen stimmten Teile der UBV-Fraktion sowie die Grünen-Fraktion (einstimmig).

Konkret umfasste der Beschluss die folgenden beiden Schritte: Die Gemeinde bekundet dem Landkreis gegenüber das Interesse an einem Gymnasialstandort. Zudem soll die Gemeindeverwaltung damit beginnen, mehrere Standortvorschläge ausarbeiten.

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Kunstrasen erneut auf der langen Bank

Weitere Entscheidungen zum Thema Kunstrasenplatz in Sauerlach wurden in der Gemeinderatssitzung am 17. Oktober von der Tagesordnung genommen. Damit ist endgültig klar, dass im Winter 2017/2018 keine anderen Trainingsmöglichkeiten als in den Vorjahren zur Verfügung stehen.

Wie konnte es soweit kommen, dass im Januar 2017 das Geld für den Kunstrasenplatz in den Haushalt eingestellt wurde und dann ein Jahr lang nichts passiert ist? Gründe gibt es viele, dahinter steht aber eine Ursache: Der unprofessionelle Umgang von Gemeindeverwaltung und Bürgermeisterin mit dem ganzen Thema. Bereits im April 2017 wurde vom beauftragten Planungsbüro eine vorläufige Kostenschätzung erstellt, aus der hervorgeht, dass der in den Haushalt eingestellte Betrag von 750.000 Euro um mindestens voraussichtlich 160.000 Euro überschritten wird. Die Information lag in der Gemeindeverwaltung vor, wurde dem Gemeinderat aber erst in der Sitzung im September zugänglich gemacht.

Versäumnis 1: Wäre die Berechnung vom April bekannt gewesen, hätte der Gemeinderat schon vor den Sommerferien darauf gedrungen, nach Einsparmöglichkeiten und einer günstigeren Realisierungsvariante zu suchen.

So aber wurden einige Monate verloren. Denn der Planer arbeitete fünf Monate lang weiter und legte im September dann zwei Varianten einer Luxusausführung vor. Nach Durchführung aller Vermessungsarbeiten, Bodenproben im Gelände usw. kam das Planungsbüro nämlich auf eine Kostenberechnung von 1,42 bzw. 1,46 Millionen Euro für zwei Ausführungsvarianten, inkl. Flutlicht, Sitzbänke usw., was alles gar nicht gewünscht war.

Versäumnis 2: Angesichts der Art und Weise, wie das Planungsbüro seine Ergebnisse im September vorgestellt hat, muss man davon ausgehen, dass eine Kommunikation zwischen Planungsbüro und Gemeindeverwaltung zwischen April und September äußerst spärlich oder gar nicht stattgefunden hat. Man könnte auch sagen, es hat sich im Rathaus niemand darum gekümmert, was das Planungsbüro so vor sich hinwerkelt. Anders ist es nicht vorstellbar, dass am Ende ein Entwurf präsentiert wird, der eine Kostensteigerung von 100% bedeutet, mehr Fragen als Antworten zurücklässt und vieles enthält, was offensichtlich zu hinterfragen ist.

Angesichts der deutlich höheren Kosten hat der Gemeinderat im September natürlich angefangen, viele Positionen der Kostenschätzung zu prüfen. Die danach gestarteten Initiativen, um die Kosten zu senken (andere Platzart ohne Granulat, Generalvergabe statt Ausschreibung von Einzelgewerken, Ausloten von Einsparmöglichkeiten bei Bewässerung, Flutlicht usw.) geschahen auf Eigeninitiative einzelner Gemeinderäte. An dieser Stelle spreche ich meinen Gemeinderatskollegen Robert Lechner, Claus Koch, Rupert Feistbauer und Paul Fröhlich großen Dank aus, die hier mit großem eigenen Zeitaufwand und guten Vorschlägen versuchen, den Kunstrasenplatz zu retten.

Versäumnis 3: Aufgabe der Bürgermeisterin und der Verwaltung wäre es, im Vorfeld bestmöglich alle Optionen auszuloten und dem Gemeinderat dann (fast) entscheidungsreife Varianten zu präsentieren. Tatsächlich waren Bürgermeisterin und Verwaltung im beschriebenen Prozess Zuschauer. Man lies den Planer planen und hat nichts mit diesem abgestimmt. Erst einzelne Gemeinderäte haben, als das ganze Ausmaß der Untätigkeit bekannt wurde, mit großem Aufwand an Möglichkeiten gearbeitet und mit zahlreichen Firmen gesprochen, um Einsparmöglichkeiten auszuloten und den Kunstrasenplatz zu retten. Dies geht weit über die eigentliche Aufgabe des Gemeinderates hinaus.

Wie geht es nun weiter? Da im Jahr 2017 nichts mehr gebaut wird, muss in den Haushalt für 2018 wieder neu Geld für den Kunstrasenplatz eingestellt werden. Gleichzeitig ist zu hoffen, dass alle aus den Reihen der Gemeinderäte gebrachten Vorschläge wirklich aufgegriffen werden und dann dazu führen, eine günstigere Realisierung zu schaffen.

Markus Hoffmann

Kiesabbau im Gemeindegebiet

Um den Abbau von Kies im Gemeindegebiet zu regeln, hat der Gemeinderat beschlossen, sogenannte Konzentrationszonen auszuweisen. Dies bedeutet, dass der Abbau von Kies konzentriert in diesen festgelegten Bereichen zu erfolgen hat und im übrigen Gemeindegebiet ausgeschlossen ist. Im Auftrag der Gemeinde hat der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München ermittelt, wo im Gemeindegebiet überhaupt Kiesabbau denkbar wäre. Dabei wurden unter anderem Wasserschutzgebiete, Abstände zur Wohnbebauung, Biotope, Schutz- und Bannwald berücksichtigt, um alle Gebiete auszuschließen, bei denen gewichtige Gründe gegen einen Kiesabbau sprechen.

Die Ergebnisse wurden in der Sitzung des Gemeinderates Ende Juli vorgestellt. Denkbar für den Kiesabbau sind dann im Wesentlichen Bereiche östlich von Altkirchen , östlich von Grafing, Lochhofen und Arget sowie im westlichen Teil Sauerlachs, nördlich der Wolfratshausener Straße.

Der CSU ist im weiteren Verfahren, an dessen Ende ein Beschluss des Gemeinderates über konkrete Flächen steht, folgendes wichtig: Die Abstände der Abbauflächen zur Wohnbebauung müssen immer mindestens 300 Meter betragen. Es darf keine Rolle spielen, ob es sich um einen Verbund von mehreren Wohngebäuden, ein Gebiet mit Bebauungsplan, ein Mischgebiet mit Wohnen und Gewerbe oder um einzelne Wohngebäude handelt. Jeder Bürger hat das Recht auf identischen Schutz und identischen Abstand.

Oft wird gefragt, warum die Gemeinde überhaupt Konzentrationszonen festlegt. Würde das nicht geschehen, dürfte an beliebigen Stellen, an denen keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen, Kies abgebaut werden. Eine solche Verkraterung der Landschaft ist sicherlich nicht im Interesse der Sauerlacher Bürgerinnen und Bürger.

 

Markus Hoffmann

Einheimischenmodelle in Sauerlach

Der Sauerlacher Gemeinderat hat am 30. Mai einen Antrag der CSU-Fraktion zur Vergabe von gemeindlichen Grundstücken am Lanzenhaarer Weg im Zuge eines Einheimischenprogramms mehrheitlich abgelehnt. Die Gründe der UBV, der Grünen und der SPD, die gegen ein Einheimischenmodell in Sauerlach stimmten, waren unter anderem, dass zu wenig Bürgern damit geholfen werden kann.

Ende Juli wurde nun in Pullach ein Antrag der dortigen CSU-Fraktion für ein Einheimischenmodell mit demselben Argumentationsmuster sehr skeptisch aufgenommen. Nirgends tut sich was, weil jeder einzelne angeblich nur sehr wenig tun kann. Auf diesen Nenner lässt sich die Situation bei den Einheimischenmodellen im Moment leider bringen.

Die CSU Sauerlach wird weiter auf Einheimischenmodelle drängen. Es ist klar, dass jedes einzelne Modell nur wenig hilft. Mehr wäre aber schon geholfen, wenn in Sauerlach relativ regelmäßig ein Modell aufgelegt werden könnte und irgendwann muss man eben nach vielen Jahren wieder damit anfangen.

 

Markus Hoffmann

Zusätzliche Krippenplätze in der Gemeinde

In der Gemeinderatssitzung am 25. Juli wurde beschlossen, eine Containerlösung zu erwerben, um Platz für 12 zusätzliche Krippenplätze zu schaffen. Die Container werden auf dem Grundstück der Kindertagesstätte Sternschnuppe aufgestellt und stehen ab dem Betreuungsjahr 2017/2018 zur Verfügung. Je nach Entwicklung des Bedarfs können die Container zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Anbau ersetzt werden.

Die Beschlussfassung erfolgte mit großer Mehrheit. Bemerkenswert war, dass die Fraktionen CSU, SPD und Grüne einstimmig zustimmten, aber in der UBV keine durchgängige Zustimmung vorhanden war.

 

Gymnasium in Sauerlach

Die CSU-Fraktion im Sauerlacher Gemeinderat hat beantragt, die gemeindliche Bewerbung nicht nur für einen neuen FOS/BOS- oder Realschulstandort im südlichen Landkreis München weiterzuverfolgen, sondern so zu erweitern, dass auch ein Gymnasiums-Standort denkbar ist.

In der Gemeinderatssitzung am 27.06.2017 wurde in öffentlicher Sitzung die Bewerbung um den Schulstandort einer Realschule und/oder FOS/BOS beschlossen.

Die Ansiedlung einer weiterführenden Schule in Sauerlach ist für unsere Sauerlacher Schüler ein großer Vorteil. Die Mehrheit der Sauerlacher Schüler tritt nach der 4. Klasse in eine weiterführende Schule über.

Auch für die Gemeindeentwicklung wäre eine weiterführende Schule ein Gewinn. Weitere Vorteile bietet die mögliche Nutzung von Schulsportanlagen durch örtliche Vereine.

Die CSU-Fraktion hat daher folgendes beantragt: Sollte die Bewerbung um den Standort für eine Realschule und/oder eine FOS/BOS in Sauerlach keinen Erfolg haben, stellt die CSU-Fraktion den Antrag, dass sich die Gemeinde Sauerlach um den Standort für ein weiteres Gymnasium im südlichen Landkreis München bewirbt.

Für eine Bewerbung um ein Gymnasium sprechen die hohe Übertrittsquote aus Sauerlach auf Gymnasien, ein höherer Raumbedarf nach der Rückkehr zum G9 und die bereits jetzt hohe Auslastung der umgebenden Gymnasialstandorte. Sauerlach kann in S-Bahnhofsnähe einen sehr guten Standort bieten. Sicherlich bietet der Schulstandort auch Argumente für einen verbesserten S-Bahn-Takt in Sauerlach.

Musikschule bleibt im Forsthaus

Am 27. Juni hat der Gemeinderat beschlossen, die Auflagen aus dem Brandschutzgutachten umzusetzen und weitere 50.000 Euro in das alte Forsthaus zu investieren, damit eine Nutzung durch die Musikschule möglich bleibt. Die Gemeinde wird damit am Ende an die 200.000 Euro in die Hand genommen haben, damit die Musikschule weiterhin im Forsthaus untergebracht werden kann.

Die Nachbarschaftshilfe wird nicht im Forsthaus bleiben können. Entgegen zwischenzeitlicher Aussagen wären bei einem Verbleib der Nachbarschaftshilfe noch höhere Kosten für den Brandschutz notwendig. Derzeit läuft die Suche nach neuen Räumlichkeiten für die Nachbarschaftshilfe.

Die Entscheidung für den Verbleib der Musikschule ist finanziell nicht optimal, da die Gemeinde am Ende einen hohen sechsstelligen Betrag in ein fremdes Gebäude investiert haben wird. Es ist aber noch die beste Option, um nach dem überstürzten Zwangsumzug der Musikschule ins Forsthaus jetzt nicht nochmal eine neue Unterbringung suchen zu müssen.

 

Markus Hoffmann

Überregionales Radwegenetz nimmt Gestalt an

Am 21. Juni befasste sich der Bauausschuss mit den überregionalen Radwegeverbindungen. Diese unter dem Arbeitstitel „Radschnellwegeverbindungen“ geplanten Trassen sind reine Radwege, die schnelle Routen zwischen den Gemeinden und vom Umland in die Stadt München ermöglichen. Die Anbindung Sauerlachs erfolgt durch den Deisenhofener Forst Richtung Oberhaching. Im Gemeindegebiet soll der Radweg über die Kirchstraße, die Andreasstraße, die Blombergstraße und den Otterfinger Weg geführt werden, um möglichst eine Streckenführung entlang den Hauptverkehrsstraßen zu vermeiden. Im Süden Sauerlachs führt der Weg dann weiter bis zur Landkreisgrenze und wird im Landkreis Miesbach weiter nach Otterfing und Holzkirchen geführt. Die Realisierung soll so schnell als möglich erfolgen.

Unabhängig von diesem Radwegeprogramm macht sich die Gemeinde noch immer für einen durchgängigen Radweg entlang der ehemaligen B13 von Lanzenhaar nach Unterhaching stark. Hier gibt es derzeit jedoch keine Fortschritte zu vermelden, da für die Realisierung Grundstücke im Waldbereich fehlen, deren Besitzer offenbar nicht mit dem Staatlichen Straßenbauamt einig werden.

Betreuung der Schüler in der Gemeinde ist vollständig ausgelastet

Für das Schuljahr 2017/2018 sind alle Betreuungsplätze für Grundschüler vergeben. Die Ganztagesklasse für das 1. Schuljahr ist mit 25 Schülern im Vergleich zu den Vorjahren größer, 65 Kinder sind für den Hort gemeldet, 87 Kinder besuchen die Mittagsbetreuung. Dabei konnten nicht alle Elternwünsche erfüllt werden.

Welches Angebot für neu nach Sauerlach ziehende Kinder besteht, muss sich erst zeigen. Die Einführung von offenen Ganztagesklassen in der Grundschule wird das Betreuungsangebot hoffentlich vergrößern.

Markus Hoffmann

Kein Kunstrasenplatz im Jahr 2017

Bei der Sitzung des Gemeinderates am 30. Mai stellte sich heraus, dass mit dem Bau des Kunstrasenplatzes im Jahr 2017 nicht mehr begonnen werden wird. Im März 2017 war vom Gemeinderat beschlossen worden, einen Kunstrasenplatz zu bauen, danach wurde mit den Vorbereitungsarbeiten begonnen. Das beauftragte Planungsbüro rät angesichts der noch zu erledigenden Vorarbeiten und der notwendigen Ausschreibungsphase davon ab, eine Realisierung im laufenden Jahr anzustreben. Die Gemeindeverwaltung wird daher vermutlich den Ablauf so planen, dass der Bau im Jahr 2018 erfolgt. Für den Winter 2017/2018 bedeutet dies, dass die Vereine weiterhin mit den vorhandenen Kapazitäten leben müssen.

 

Markus Hoffmann