Auf dem Weg zu einem Gymnasium

Viel Zeit nahm sich Landrat Christoph Göbel Anfang Juli für ein Gespräch mit dem Sauerlacher Gemeinderat. Für das neue Gymnasium in Sauerlach wurden sehr intensiv Schülerprognosen, Kostenmodelle und die zeitlichen Planungen diskutiert.

Das Gymnasium ist ein Gymnasium für unsere Kinder. Mehr als 400 Schüler werden nicht mehr jeden Tag mit der S-Bahn nach Norden oder Süden fahren müssen, sondern können ihr Gymnasium auf kurzen Wegen erreichen. Eine Mehrfachturnhalle, eine Aula und Sport-Freiflächen kommen den Vereinen im Ort zugute und können genutzt werden, was die derzeit schwierige Situation bei den Sportanlagen im Ort entspannen wird. Auf die Gemeinde werden natürlich Kosten zukommen. Derzeit lässt sich seriös keine exakte Prognose vornehmen, da zu viele Faktoren noch nicht bekannt sind. Wir werden auf Kreisebene alles unternehmen, um den auf Sauerlach zukommenden Kostenanteil so gering wie möglich zu halten. Stark profitieren wird Sauerlach davon, dass der Freistaat Bayern aufgrund der Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium hohe zusätzliche Mittel für den Schulbau bereitstellen wird. Zu bedenken ist auch Folgendes: Sollte das Gymnasium woanders gebaut werden, muss Sauerlach im Rahmen eines Zweckverbandes immer für die eigenen Schüler mitbezahlen. Sollte kein Gymnasium gebaut werden, müssen die nötigen Sportflächen und -hallen selbst gebaut werden. Wer erzählt, man könne sich alle Ausgaben sparen, gibt sich einer Illusion hin. Auch der Zeitplan ist bislang noch nicht klar. Bis zum Jahr 2027 sollte das Gymnasium in Betrieb gehen.

In der Sitzung kamen auch Sorgen zur Sprache, dass das Gymnasium einen Zuzugsboom nach Sauerlach auslösen könnte. Diese sind unbegründet. Bereits jetzt besteht hoher Zuzugsdruck, und bereits jetzt finden in hohem Maße bauliche Nachverdichtungen statt. Diese Nachverdichtungen sind baurechtlich zulässig und werden aufgrund des Bevölkerungszuzugs in allen Gemeinden im Großraum München auch weiterhin stattfinden – daher in Sauerlach auch dann, wenn kein Gymnasium gebaut wird. Alle anderen Entwicklungen hat der Gemeinderat selbst in der Hand. Wenn keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden, kann es auch keinen zusätzlichen Zuzugsboom geben.

 

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