Kiesabbau im Gemeindegebiet

Um den Abbau von Kies im Gemeindegebiet zu regeln, hat der Gemeinderat beschlossen, sogenannte Konzentrationszonen auszuweisen. Dies bedeutet, dass der Abbau von Kies konzentriert in diesen festgelegten Bereichen zu erfolgen hat und im übrigen Gemeindegebiet ausgeschlossen ist. Im Auftrag der Gemeinde hat der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München ermittelt, wo im Gemeindegebiet überhaupt Kiesabbau denkbar wäre. Dabei wurden unter anderem Wasserschutzgebiete, Abstände zur Wohnbebauung, Biotope, Schutz- und Bannwald berücksichtigt, um alle Gebiete auszuschließen, bei denen gewichtige Gründe gegen einen Kiesabbau sprechen.

Die Ergebnisse wurden in der Sitzung des Gemeinderates Ende Juli vorgestellt. Denkbar für den Kiesabbau sind dann im Wesentlichen Bereiche östlich von Altkirchen , östlich von Grafing, Lochhofen und Arget sowie im westlichen Teil Sauerlachs, nördlich der Wolfratshausener Straße.

Der CSU ist im weiteren Verfahren, an dessen Ende ein Beschluss des Gemeinderates über konkrete Flächen steht, folgendes wichtig: Die Abstände der Abbauflächen zur Wohnbebauung müssen immer mindestens 300 Meter betragen. Es darf keine Rolle spielen, ob es sich um einen Verbund von mehreren Wohngebäuden, ein Gebiet mit Bebauungsplan, ein Mischgebiet mit Wohnen und Gewerbe oder um einzelne Wohngebäude handelt. Jeder Bürger hat das Recht auf identischen Schutz und identischen Abstand.

Oft wird gefragt, warum die Gemeinde überhaupt Konzentrationszonen festlegt. Würde das nicht geschehen, dürfte an beliebigen Stellen, an denen keine gewichtigen Gründe dagegen sprechen, Kies abgebaut werden. Eine solche Verkraterung der Landschaft ist sicherlich nicht im Interesse der Sauerlacher Bürgerinnen und Bürger.

 

Markus Hoffmann

Advertisements

Einheimischenmodelle in Sauerlach

Der Sauerlacher Gemeinderat hat am 30. Mai einen Antrag der CSU-Fraktion zur Vergabe von gemeindlichen Grundstücken am Lanzenhaarer Weg im Zuge eines Einheimischenprogramms mehrheitlich abgelehnt. Die Gründe der UBV, der Grünen und der SPD, die gegen ein Einheimischenmodell in Sauerlach stimmten, waren unter anderem, dass zu wenig Bürgern damit geholfen werden kann.

Ende Juli wurde nun in Pullach ein Antrag der dortigen CSU-Fraktion für ein Einheimischenmodell mit demselben Argumentationsmuster sehr skeptisch aufgenommen. Nirgends tut sich was, weil jeder einzelne angeblich nur sehr wenig tun kann. Auf diesen Nenner lässt sich die Situation bei den Einheimischenmodellen im Moment leider bringen.

Die CSU Sauerlach wird weiter auf Einheimischenmodelle drängen. Es ist klar, dass jedes einzelne Modell nur wenig hilft. Mehr wäre aber schon geholfen, wenn in Sauerlach relativ regelmäßig ein Modell aufgelegt werden könnte und irgendwann muss man eben nach vielen Jahren wieder damit anfangen.

 

Markus Hoffmann